Katharina adlergleich

Katharina adlergleich
Vergiss nicht, dass du Flügel hast ...

Samstag, 31. Mai 2014

Hochaktuell!

„Gewiss fehlt es nicht an Kreuz und Leid, und [es] müssen ja große Opfer gebracht werden im einzelnen und allgemeinen, welches uns ja auf dieser Welt nicht fehlen darf. Unser Herr und Gott ist uns ja vorausgegangen von der Krippe bis zum Kreuze, nicht wahr? ‘Der Knecht ist doch nicht mehr als der Herr.’ (Mt 10,24) Beten wir täglich ... Gib mir, o Herr, einen großen und beständigen Eifer, den Willen, nach allen Grundsätzen des heiligen Glaubens zu leben und zu wirken, und gehen wir ruhig, demütig und bescheiden, jedoch mutig im Hinblick auf Gott weiter mit Vertrauen und Liebe zu Gott …“ (Brief 123)

Diesen Brief schreibt Katharina Kasper 1887 an Schwester Secunda, die Oberin der amerikanischen Provinz, also vor 127 Jahren.

Mal ganz ehrlich – ist das nicht hochaktuell?

Diesem Wort ist m.E. nichts hinzuzufügen.
STH


Samstag, 24. Mai 2014

Samstag, 17. Mai 2014

Der Geysir – ein Bild für Katharina

„Guter Wille und gemeinschaftliches Zusammenwirken macht stark und auch vergnügt im Zusammenleben.“ (Brief 95) Wie recht hat Katharina Kasper mit dieser Aussage! Das konnten wir gestern auch wieder erfahren – wir, das sind die Delegierten des Provinzkapitels.

Es ist Usus, dass – wenn die größte Arbeit getan ist und „nur noch“ die Wahlen anstehen – miteinander ein Ausflug gemacht wird. Uns führte dieser Ausflug zum Geysir Andernach. Wissen Sie, was ein Geysir ist? Also, das ist eine durch Vulkanismus entstandene meist heiße Springquelle. Der Geysir in Andernach ist der höchste Kaltwasser-Geysir der Welt. Und „Springquelle“ ist ja ein bisschen untertrieben. Seine Fontäne steigt bis zu 60 Meter in die Höhe. Ein tolles Erlebnis! Wenn Sie die Gelegenheit und Möglichkeit haben, sollten Sie diese Attraktion wirklich mal wahrnehmen.


Wahrnehmen – als die Fontäne da hoch preschte, musste ich an Katharina denken.  Ihr Leben ist mit dieser Fontäne vergleichbar. Langsam fängt das Wasser zu sprudeln an, wird immer mehr, und schließlich schießt eine Fontäne mit Wucht in die Höhe. Wenn das Wasser „herunterfällt“, wird die ganze Umgebung meterweit von dem Wasser gesegnet. Lange hält sich der Strahl dort oben, bevor er langsam wieder in sich zusammensinkt, - aber die ganze Gegend um den Geysir herum ist „gesegnet“ worden. Ein herrliches Bild für Katharina, ihr Leben und Wirken.
Und der Druck von unten, der die Fontäne nach oben bringt? Das ist natürlich der Heilige Geist.

Eine Mitschwester sah, wie eine zweite Fontäne aufstieg und dachte sofort an die Gemeinschaft, die durch Katharina entstanden ist. Ich habe es leider nicht gesehen. Aber – gemeinsam sind wir stark, und die Freude springt über.

„Guter Wille und gemeinschaftliches Zusammenwirken macht stark und auch vergnügt im Zusammenleben.“

STH

Samstag, 10. Mai 2014

Das Logo des Provinzkapitels

Die deutsche Provinz der Armen Dienstmägde Jesu Christi hat zur Zeit Kapitel, d.h. 30 Delegierte beraten über die Zukunft der Provinz und wählen eine neue Leitung. Es geht vor allem um das Charisma der Gemeinschaft und wie es heute gelebt werden kann.


Das ist das Logo:  

Hier eine Erklärung dazu:

Die brennende Osterkerze geschmückt mit
Trauben und Ähren
Brot und Wein
Frucht der Erde
und menschlicher Arbeit

Gottesgeschenk

Maria Katharinas Leben
Frucht des Rufes
und menschlichen Offenseins

Gottesgeschenk

Aus ihrer Beziehung zu Gott
wächst ihre Hingabe
an die Menschen
im Dienst ihrer Sendung

Gottesgeschenk

Ihr Beispiel
beflügelte die Vielen
fußwaschend zu dienen
und heilend zu segnen

Gottesgeschenk

Licht
Brot und Wein
Nahrung und Freude
Beziehung und Sendung
Lebenshingabe

Gottesgeschenk

Lebenshingabe
Beziehung
Sendung
Beispiel
Spiel

Ähren und Trauben
Brot und Wein

Osterkerze und Schrein
Bild Katharinas

Altar der Klosterkirche
Altar des Lebens

Lied
Dasein
Beauftragt
Begegnung
Lebenshingabe

(sms)


Samstag, 3. Mai 2014

… aber wenn´s ernst wird …

 „… die Erfüllung des göttlichen Willens ist unser Glück und unsere Freude …“ (Brief 101)

Ja, Katharina Kasper hat diese Worte gelebt! Ihre große Sehnsucht ist es, den Willen Gottes unter allen Umständen zu erfüllen. Wenn es ihr gelingt, bedeutet es Glück und Freude für sie. Ja, sie lebt so und lehrt so ihre Schwestern. Und letztlich erwartet Jesus von jedem, der ihm nachfolgt, dass er den Willen des Vaters erfüllt.

Sicher ist jeder Christ darum bemüht. Aber wenn´s ernst wird, ist es gar nicht so leicht. Es fängt ja schon damit an, dass man den Willen Gottes erkennen muss als Willen Gottes.

Gestern traf ich eine Schwester, die nach 46 Jahren in der gleichen Filiale versetzt werden muss. Es geht nicht mehr. Der Konvent besteht nur aus zwei Schwestern, und beide sind über 80. Der Schwester geht es nicht gut, - irgendwie verständlich. Sie sagte: „Jetzt geht es mir endlich physisch und psychisch wieder gut, und dann das …“ Sie meinte die Versetzung. „Ich weiß nicht, was das jetzt soll.“
Ich sagte: „Vielleicht schickt er dir das gerade jetzt, weil es dir wieder gut geht …“
Sie hörte nicht zu.
Gerne hätte ich noch vom Willen Gottes gesprochen, der sich in diesem Ereignis für die Schwester versteckt hatte. Aber ich merkte, dass sie nicht zugänglich war – noch nicht. Ich wünsche ihr, dass sie den Willen Gottes erkennt und annimmt. Denn dann ist der Abschied und Neuanfang leichter.



„In allem und überall geschehe Gottes heiliger Wille.“ (Brief 27) Wenn wir offen sind für Gottes Willen, dann wird uns auch die Kraft geschenkt, ihn zu leben. Das muss deshalb nicht einfach sein. Auch von Katharina wird gesagt, dass sie mal in einer Konferenz gesagt hat: „Man muss den Willen Gottes tun, auch wenn das Herz dabei bluten muss.“ Das ist nur menschlich und natürlich.  Aber die Kraft, die uns geschenkt wird, ist göttlich und macht Unmögliches möglich.

STH

Samstag, 26. April 2014

Echt ein Geschenk …

Seit Osterdienstag bin ich in Exerzitien. Dass uns solche Tage gegeben sind, ist echt ein Geschenk. Exerzitien sind nicht nur etwas für Ordensleute. Immer mehr Christen entdecken diese große Chance der Neuausrichtung auf Gott hin.

Schon Katharina Kasper legt großen Wert darauf, dass ihre Schwestern einmal im Jahr acht Tage Exerzitien machen. Sie hat dies dann auch in der Regel für ihre Gemeinschaft festgehalten. Aber was da wie eine Pflicht aussieht, kann wirklich nur als Geschenk betrachtet werden.

Ich habe Zeit, die Seele baumeln zu lassen. Ich habe Zeit zu beten. Ich habe Zeit für Gott. Ich habe Zeit. Wann kann man das schon im Alltag sagen? Und in Exerzitien habe ich viel Zeit für die Beziehungspflege mit meinem Herrn. Natürlich kann ich diese Zeit so und so nutzen. Ich denke, es ist sündhaft, diese geschenkte Zeit nicht Ihm zurückzuschenken. Nur dann kann ich wieder offen werden für das, was Er mir sagen will und was Er für mein Leben vorhat. Nur so kann ich wieder offen werden für Seinen Willen in meinem Leben. Nur so kann mir wieder neu bewusst werden, dass ich Adler bin und dazu bestimmt bin, mich in die Lüfte zu erheben, um der Sonne - Ihm - entgegenzufliegen.



Nur so können wir Katharina verstehen und vielleicht ihre Worte nachsprechen:
„Ich bin zufrieden mit Gottes Heiligem Willen, der mir doch lieber ist als die ganze Welt; und ich wünsche kein größeres Glück zu besitzen als dieses: ihn auf die vollkommenste Weise zu genießen.“ (Brief 1862; zunächst verschollen, jetzt wieder gefunden)

STH

Samstag, 19. April 2014

Seine Gegenwart genießen …

„Ich komme … um Ihnen … ein gesegnetes Osterfest zu wünschen, nachdem wir das Leiden Jesu recht gut betrachtet und in Liebe und Dankbarkeit nachgeahmt und getragen … haben.“ (Brief 211)

(Dieter Schütz/ pixelio.de)

Mit diesen Worten Katharina Kaspers wünsche ich Ihnen die Freude und den Frieden unseres auferstandenen Herrn. „Man muss ja zuerst dem lieben Heiland folgen auf Golgatha und dann auf Tabor.“ (ebd.) In den vergangenen Wochen der Fastenzeit und der Mitfeier der Kartage sind wir dem Herrn gefolgt auf Golgatha. Mit dem Osterfest dürfen wir Tabor genießen.

„Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!“ Diesen Gruß der orthodoxen Kirche liebe ich sehr. Macht er doch deutlich: Kreuz und Leiden haben nicht das letzte Wort. Der Herr ist Sieger über Schuld und Sünde und Vergänglichkeit. Der Herr ist da. Wir können seine Gegenwart erfahren.

Katharina drückt das so aus: „Wir wollen Gott dienen und lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, damit wir in der Zeit und Ewigkeit unseren guten Gott immer bei uns haben und wir als seine Kinder ihn lieben und so in Ihm ruhen und seine Gegenwart genießen können.“ (Brief 67)

Frohe Ostern!

STH