Katharina adlergleich
Vergiss nicht, dass du Flügel hast ...
Samstag, 24. Mai 2014
Samstag, 17. Mai 2014
Der Geysir – ein Bild für Katharina
„Guter Wille und gemeinschaftliches Zusammenwirken
macht stark und auch vergnügt im Zusammenleben.“ (Brief 95) Wie recht hat Katharina Kasper mit dieser
Aussage! Das konnten wir gestern auch wieder erfahren – wir, das sind die
Delegierten des Provinzkapitels.
Es ist Usus, dass – wenn die
größte Arbeit getan ist und „nur noch“ die Wahlen anstehen – miteinander ein
Ausflug gemacht wird. Uns führte dieser Ausflug zum Geysir Andernach. Wissen
Sie, was ein Geysir ist? Also, das ist eine durch Vulkanismus entstandene meist
heiße Springquelle. Der Geysir in Andernach ist der höchste Kaltwasser-Geysir
der Welt. Und „Springquelle“ ist ja ein bisschen untertrieben. Seine Fontäne steigt
bis zu 60 Meter in die Höhe. Ein tolles Erlebnis! Wenn Sie die Gelegenheit und
Möglichkeit haben, sollten Sie diese Attraktion wirklich mal wahrnehmen.
Wahrnehmen – als die Fontäne
da hoch preschte, musste ich an Katharina denken. Ihr Leben ist mit dieser Fontäne
vergleichbar. Langsam fängt das Wasser zu sprudeln an, wird immer mehr, und
schließlich schießt eine Fontäne mit Wucht in die Höhe. Wenn das Wasser
„herunterfällt“, wird die ganze Umgebung meterweit von dem Wasser gesegnet.
Lange hält sich der Strahl dort oben, bevor er langsam wieder in sich
zusammensinkt, - aber die ganze Gegend um den Geysir herum ist „gesegnet“
worden. Ein herrliches Bild für Katharina, ihr Leben und Wirken.
Und der Druck von unten, der
die Fontäne nach oben bringt? Das ist natürlich der Heilige Geist.
Eine Mitschwester sah, wie
eine zweite Fontäne aufstieg und dachte sofort an die Gemeinschaft, die durch
Katharina entstanden ist. Ich habe es leider nicht gesehen. Aber – gemeinsam
sind wir stark, und die Freude springt über.
„Guter Wille und gemeinschaftliches Zusammenwirken
macht stark und auch vergnügt im Zusammenleben.“
STH
Samstag, 10. Mai 2014
Das Logo des Provinzkapitels
Die deutsche Provinz der Armen Dienstmägde Jesu Christi hat zur Zeit Kapitel, d.h. 30 Delegierte beraten über die Zukunft der Provinz und wählen
eine neue Leitung. Es geht vor allem um das Charisma der Gemeinschaft und wie
es heute gelebt werden kann.
Das ist das Logo:
Hier eine Erklärung dazu:
Die
brennende Osterkerze geschmückt mit
Trauben und Ähren
Brot und Wein
Frucht der Erde
und menschlicher Arbeit
Trauben und Ähren
Brot und Wein
Frucht der Erde
und menschlicher Arbeit
Gottesgeschenk
Maria
Katharinas Leben
Frucht
des Rufes
und menschlichen Offenseins
und menschlichen Offenseins
Gottesgeschenk
Aus
ihrer Beziehung zu Gott
wächst
ihre Hingabe
an die Menschen
im Dienst ihrer Sendung
an die Menschen
im Dienst ihrer Sendung
Gottesgeschenk
Ihr
Beispiel
beflügelte die Vielen
fußwaschend zu dienen
beflügelte die Vielen
fußwaschend zu dienen
und
heilend zu segnen
Gottesgeschenk
Licht
Brot und Wein
Nahrung und Freude
Beziehung und Sendung
Lebenshingabe
Brot und Wein
Nahrung und Freude
Beziehung und Sendung
Lebenshingabe
Gottesgeschenk
Lebenshingabe
Beziehung
Sendung
Beispiel
Spiel
Ähren und Trauben
Brot und Wein
Brot und Wein
Osterkerze und Schrein
Bild Katharinas
Bild Katharinas
Altar der Klosterkirche
Altar des Lebens
Altar des Lebens
Lied
Dasein
Beauftragt
Begegnung
Lebenshingabe
Dasein
Beauftragt
Begegnung
Lebenshingabe
(sms)
Samstag, 3. Mai 2014
… aber wenn´s ernst wird …
„… die Erfüllung des göttlichen Willens ist unser
Glück und unsere Freude …“ (Brief
101)
Ja, Katharina Kasper hat
diese Worte gelebt! Ihre große Sehnsucht ist es, den Willen Gottes unter allen
Umständen zu erfüllen. Wenn es ihr gelingt, bedeutet es Glück und Freude für
sie. Ja, sie lebt so und lehrt so ihre Schwestern. Und letztlich erwartet Jesus
von jedem, der ihm nachfolgt, dass er den Willen des Vaters erfüllt.
Sicher ist jeder Christ
darum bemüht. Aber wenn´s ernst wird, ist es gar nicht so leicht. Es fängt ja
schon damit an, dass man den Willen Gottes erkennen muss als Willen Gottes.
Gestern traf ich eine
Schwester, die nach 46 Jahren in der gleichen Filiale versetzt werden muss. Es
geht nicht mehr. Der Konvent besteht nur aus zwei Schwestern, und beide sind
über 80. Der Schwester geht es nicht gut, - irgendwie verständlich. Sie sagte:
„Jetzt geht es mir endlich physisch und psychisch wieder gut, und dann das …“
Sie meinte die Versetzung. „Ich weiß nicht, was das jetzt soll.“
Ich sagte: „Vielleicht
schickt er dir das gerade jetzt, weil es dir wieder gut geht …“
Sie hörte nicht zu.
Gerne hätte ich noch vom
Willen Gottes gesprochen, der sich in diesem Ereignis für die Schwester
versteckt hatte. Aber ich merkte, dass sie nicht zugänglich war – noch nicht.
Ich wünsche ihr, dass sie den Willen Gottes erkennt und annimmt. Denn dann ist
der Abschied und Neuanfang leichter.
„In allem und überall geschehe Gottes heiliger
Wille.“ (Brief 27) Wenn wir offen
sind für Gottes Willen, dann wird uns auch die Kraft geschenkt, ihn zu leben.
Das muss deshalb nicht einfach sein. Auch von Katharina wird gesagt, dass sie
mal in einer Konferenz gesagt hat: „Man
muss den Willen Gottes tun, auch wenn das Herz dabei bluten muss.“ Das ist
nur menschlich und natürlich. Aber die
Kraft, die uns geschenkt wird, ist göttlich und macht Unmögliches möglich.
STH
Samstag, 26. April 2014
Echt ein Geschenk …
Seit Osterdienstag bin ich in Exerzitien. Dass uns solche
Tage gegeben sind, ist echt ein Geschenk. Exerzitien sind nicht nur etwas für
Ordensleute. Immer mehr Christen entdecken diese große Chance der
Neuausrichtung auf Gott hin.
Schon Katharina Kasper legt großen Wert darauf, dass ihre
Schwestern einmal im Jahr acht Tage Exerzitien machen. Sie hat dies dann auch
in der Regel für ihre Gemeinschaft festgehalten. Aber was da wie eine Pflicht
aussieht, kann wirklich nur als Geschenk betrachtet werden.
Ich habe Zeit, die Seele baumeln zu lassen. Ich habe Zeit zu
beten. Ich habe Zeit für Gott. Ich habe Zeit. Wann kann man das schon im Alltag
sagen? Und in Exerzitien habe ich viel Zeit für die Beziehungspflege mit meinem
Herrn. Natürlich kann ich diese Zeit so und so nutzen. Ich denke, es ist
sündhaft, diese geschenkte Zeit nicht Ihm zurückzuschenken. Nur dann kann ich
wieder offen werden für das, was Er mir sagen will und was Er für mein Leben
vorhat. Nur so kann ich wieder offen werden für Seinen Willen in meinem Leben. Nur so kann mir wieder neu bewusst werden, dass ich Adler
bin und dazu bestimmt bin, mich in die Lüfte zu erheben, um der Sonne - Ihm -
entgegenzufliegen.
Nur so können wir Katharina verstehen und vielleicht ihre
Worte nachsprechen:
„Ich bin zufrieden mit Gottes Heiligem Willen, der mir doch lieber ist als die ganze Welt; und ich wünsche kein größeres Glück zu besitzen als dieses: ihn auf die vollkommenste Weise zu genießen.“ (Brief 1862; zunächst verschollen, jetzt wieder gefunden)
„Ich bin zufrieden mit Gottes Heiligem Willen, der mir doch lieber ist als die ganze Welt; und ich wünsche kein größeres Glück zu besitzen als dieses: ihn auf die vollkommenste Weise zu genießen.“ (Brief 1862; zunächst verschollen, jetzt wieder gefunden)
STH
Samstag, 19. April 2014
Seine Gegenwart genießen …
„Ich komme … um Ihnen … ein gesegnetes Osterfest zu
wünschen, nachdem wir das Leiden Jesu recht gut betrachtet und in Liebe und
Dankbarkeit nachgeahmt und getragen … haben.“ (Brief 211)
| (Dieter Schütz/ pixelio.de) |
Mit diesen Worten Katharina
Kaspers wünsche ich Ihnen die Freude und den Frieden unseres auferstandenen
Herrn. „Man muss ja zuerst dem lieben
Heiland folgen auf Golgatha und dann auf Tabor.“ (ebd.) In den vergangenen
Wochen der Fastenzeit und der Mitfeier der Kartage sind wir dem Herrn gefolgt
auf Golgatha. Mit dem Osterfest dürfen wir Tabor genießen.
„Der Herr ist auferstanden!
Er ist wahrhaft auferstanden!“ Diesen Gruß der orthodoxen Kirche liebe ich
sehr. Macht er doch deutlich: Kreuz und Leiden haben nicht das letzte Wort. Der
Herr ist Sieger über Schuld und Sünde und Vergänglichkeit. Der Herr ist da. Wir
können seine Gegenwart erfahren.
Katharina drückt das so aus:
„Wir wollen Gott dienen und lieben von
ganzem Herzen, von ganzer Seele, damit wir in der Zeit und Ewigkeit unseren
guten Gott immer bei uns haben und wir als seine Kinder ihn lieben und so in
Ihm ruhen und seine Gegenwart genießen können.“ (Brief 67)
Frohe Ostern!
STH
Samstag, 12. April 2014
Was unsere selige Mutter Maria Katharina uns heute sagt …
Seit langer Zeit ist es üblich, dass wir jeden Tag ein Wort von
Katharina Kasper mit auf den Weg bekommen. „Was
unsere selige Mutter Maria Katharina uns heute sagt …“ – Jeden Morgen nach
dem Tischgebet leitet die Schwester, die das Tischgebet gesprochen hat, mit
diesen Worten über zu dem Tagesspruch. Ein schöner Brauch, der einen tiefen
Sinn hat.
„Was unsere selige
Mutter Maria Katharina uns heute sagt …“: Die Briefe stammen alle aus dem
19. Jahrhundert. Ihre Adressaten sind meist Oberinnen und Schwestern dieser
Zeit. Alles hat sich geändert – die Oberinnen, die Schwestern, die Zeit. Aber –
das wird deutlich – Katharinas Aussagen sind zeitlos. Sie passen genauso in das
21. Jahrhundert, in dem es uns gibt.
Und sie passen ebenso zu Nicht-Ordensleuten, die im Geiste Maria Katharinas
leben wollen. Und uns heute spricht sie diese Worte zu.
Wir heute können – nein, müssen uns angesprochen fühlen,
wenn wir Katharina Kaspers Worte hören und ihre Briefe lesen. Ihre Aussagen
überspringen die Jahrhunderte und haben an Aktualität nichts eingebüßt. Das
habe ich schon oft zu zeigen versucht. Und Sie haben es sicher schon gemerkt.
Seitdem die wissenschaftlich exakte Herausgabe der Briefe
Maria Katharinas vorliegt, ist es allen Interessierten – Schwestern wie
Nicht-Ordensmitgliedern – möglich, die Gedanken Katharinas im Originalton
kennen zulernen. „Mit Maria Katharina
Kasper durch das Jahr“ – so heißt das Büchlein, das für jeden Tag des
Jahres und für jede geprägte Zeit eine Aussage Katharinas zur Verfügung stellt.
„Was unsere selige
Mutter Maria Katharina uns heute sagt …“ –
dieses Wort, das uns heute zugesprochen wird, bleibt nicht ohne Antwort. Wir
antworten: „Selige Mutter Maria Katharina, hilf uns, wie du im Willen Gottes zu
leben.“ Diese Antwort von unserer Seite – spontan, automatisch, manchmal gedankenlos
– ist ein Gebet. Gebete tragen und geben Sicherheit. Auf unserem Weg durch den
Tag sind wir nicht allein. Allein dieses Wissen sollte uns Ansporn sein, unser
Denken, Reden und Tun von unserer Katharina prägen zu lassen, um wie sie ein
gottverbundenes Leben zu führen.
Übrigens, unsere Antwort ist ein Gebet, das Katharina
Kaspers Grundanliegen „auffängt“: „O
möge der heilige Wille des Allerhöchsten in allem und überall erfüllt werden
wie im Himmel so auch auf Erden.“ (Brief Nr. 23)
STH
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