Katharina adlergleich

Katharina adlergleich
Vergiss nicht, dass du Flügel hast ...

Samstag, 9. Februar 2019

Unmögliches wird möglich


Unmögliches wird möglich – das gilt damals zur Zeit Jesu genauso wie zur Zeit Katharinas und wie heute. 

Jeder, der ein bisschen Ahnung vom Fischen hat, weiß, dass man am hellen Tag gar nicht zum Fischen gehen muss. Da geht kein Fisch ins Netz. Und dann sagt dieser Jesus gerade das: „Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus.“ (Lk 5,4) Und das Unmögliche wird möglich: Das Netz ist so voll, dass es fast reißt. Wie geht das? Da kommt wieder das Vertrauen ins Spiel. 

Katharina Kasper machte dieselbe Erfahrung. Sie war sicher, dass Gott ihr den Auftrag gegeben hatte, ein Haus zu bauen. Sie fing an, obwohl sie kein Geld hatte. Sie vertraute auf Gottes Hilfe. Und das Unmögliche wurde möglich: Das Haus wurde fertig trotz vieler Widrigkeiten. Katharina hatte grenzenloses Vertrauen in Gottes Hilfe. 

Auch heute wird Unmögliches möglich – wenn wir vertrauen. Immer begegnen wir Situationen, in denen wir vertrauen müssen, dass Gott mit uns ist, dass er uns in seinen liebenden Händen hält und unser Leben richtig lenkt.  

Auch heute wird Unmögliches möglich – wenn wir vertrauen und Gott zutrauen, dass er auch heute Wunder wirkt. Es gibt Situationen, wo uns keine andere Wahl bleibt.

Katharina zeigt uns, dass es möglich ist – ganz gleich, in welche Situation wir hineingeraten. 

„Was von Gott kommt, ist allezeit gut, und wir beten die Vorsehung an, damit wir allezeit in der Liebe zu Gott wachsen und zunehmen mögen.“ (Brief 61)
STH

Samstag, 2. Februar 2019

Weltweit!!!


Am Freitag, den 01. Februar, konnten wir zum ersten Mal weltweit den Gedenktag der Heiligen Katharina Kasper feiern – ganz gleich, ob ich mich in Grönland aufhalte, auf den Philippinen oder in Australien oder sonst wo auf der Welt. Das ist schon ein toller Gedanke. Vielleicht haben es die Gläubigen auf den Philippinen auch tatsächlich gemacht; denn von dort kamen und kommen immer wieder Anfragen nach Info-Material und Reliquien. 

Auch in Dernbach in der Klosterkirche wurde die Heilige Katharina gefeiert. Und die überfüllte Klosterkirche weckte Erinnerungen an das große Event im Oktober 2018. Und wieder wurden die beiden großen Lieder aus vollem Herzen und mit großer Begeisterung geschmettert: „Bewegt von Gottes Geist“ und „Heilige Katharina, nimm uns an die Hand“. 

 
 
Die Sache Katharinas muss weitergehen. Und die Begeisterung ist noch immer so groß, dass das im Moment gar kein Problem ist. Der Pfarrer von Hadamar wird Katharina auch in die Bütt holen – ich bin gespannt! Ende März wird es das 1. Symposium zu Katharina Kasper geben mit vielen reizvollen Angeboten – angefangen bei Vorträgen über eine Autorenlesung bis hin zu einem Kabarett. Ja, und der Pfarrer von Hadamar denkt sogar an einen Katharina-Kasper-Fanclub. Irrer Gedanke, aber warum nicht? 

Auf jeden Fall müssen Katharinas Beispiel, ihre Worte, ihre Haltung weiter bekannt gemacht werden. Ihre Spiritualität hilft, den Alltag zu leben – und das ist doch das, was wir brauchen: Hilfen, um unseren Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen, Weiten und Begrenzungen zu meistern. 

„Tun wir, was wir können; mehr verlangt Gott … nicht von uns.“ (Brief 203) Das ist so ein Wort, das mir ganz viel Gelassenheit schenkt. Gott fordert uns, aber er überfordert uns nicht. Gott verlangt schon einiges von uns, aber er verlangt nicht mehr als wir geben können.

„Tun wir, was wir können …“ – wir haben sicher alle schon die Erfahrung gemacht, dass das mehr ist als wir uns zunächst zutrauen. In der herausfordernden Situation werden Kräfte und Möglichkeiten freigesetzt, die uns manchmal selbst überraschen. Und dann ist das schon eine Menge, was wir tun können. 

„… mehr verlangt Gott nicht von uns“ – aber auch nicht weniger.
STH

Sonntag, 27. Januar 2019

Katharina ist einzig!


Im 19. Jahrhundert sind ja eine ganze Reihe von Ordensgemeinschaften entstanden.
Was unterscheidet Katharina Kasper eigentlich von den anderen Gründerinnen?

  • Clara Fey war das vierte von fünf Kindern eines wohlhabenden Aachener Tuchfabrikanten.
  • Pauline von Mallinckrodt stammte aus dem westfälischen Landadelsgeschlecht Mallinckrodt.
  • Franziska Schervier war die Tochter eines Nadelfabrikanten. Ihr Taufpate war Kaiser Franz I. von Österreich.
  • Rosa Fleschs Vater war Ölmüller von Beruf und hatte eine eigene Mühle gepachtet.
  • Theresia Gerhardinger war das einzige Kind eines Schiffsmeisters dem ein Anwesen bei Regensburg (Bayern) gehörte.
  • Katharina Kasper war die Tochter eines armen Bauern im Westerwald. Die Voraussetzungen, die Katharina im Vergleich zu den anderen Ordensgründerinnen mitbrachte, waren denkbar ungünstig. Sie war arm und konnte auf keine finanziellen Mittel zurückgreifen. Und sie hatte kaum Schulbildung, da sie als Kind viel krank war und auch viel in der kleinen Landwirtschaft helfen musste, so dass sie oft in der Schule fehlte.
Da ist noch etwas Entscheidendes, was sie unterscheidet.

  • Clara Fey nahm schon früh Anteil am Schicksal von Waisenkindern und Kindern armer Eltern, deren Anzahl mit dem Wachstum der Industriearbeiterschaft auch in ihrer Heimatstadt ständig zunahm. Stichwort Armenschule.
  • Pauline von Mallinckrodt gründete früh eine Kindertagesstätte für Kinder erkrankter Mütter und nahm dort auch blinde Kinder auf. Stichwort Mädchenelementarschulen und Waisenhäuser.
  • Franziska Schervier begann mit vier gleichgesinnten Mädchen ein gemeinsames klösterliches Leben, wobei sie einen großen Schwerpunkt bei der Krankenpflege (Cholera- und Pockenkranke) setzten.
  • Rosa Flesch war schon früh in der ambulanten Krankenpflege tätig und errichtete Kranken- und Waisenhäuser.
  • Nach dem Plan ihres geistlichen Begleiters sollte Theresia Gerhardinger ein Kloster für die Erziehung und den Unterricht der weiblichen Jugend gründen. So entstanden Kindergärten, Kinderheime, Volksschulen, Gymnasien und Fachakademien.
  • Und Katharina Kasper? Als „Zweck“ ihres Wirkens und das ihrer Gefährtinnen gibt sie in den ersten Statuten an:  „Ausbreitung der Tugend durch Beispiel, Belehrung und Gebet“. Damit wird deutlich: Es geht Katharina primär um Evangelisation, sie benennt das Anliegen in der Sprache ihrer Zeit als „Ausbreitung der Tugend“.  In der Erkenntnis, dass die Grundbedürfnisse des Menschen gestillt sein müssen, ehe er aufgeschlossen ist für geistig-geistliche Werte, widmet sie sich der Krankenpflege, der Familienfürsorge und auch schon in dieser frühen Zeit der Sorge für Waisenkinder, das schloss die Schulbildung ein. Man kann auch sagen: Ihre Tätigkeiten waren Mittel zum Zweck. Ihr ging es vor allem darum, den Menschen den Glauben und damit Gott wieder näherzubringen – in einer Zeit, in der das religiöse Leben im jungen Bistum Limburg am Boden lag.
Ist sie damit auch in unserer Zeit hochaktuell?
STH

 

 

Samstag, 19. Januar 2019

Ernstfall Vertrauen


„Behalten Sie Mut und Vertrauen, und Gott wird helfen.“ (Brief 88)

Für Katharina Kasper war das eine Selbstverständlichkeit, die sie 100% gelebt hat. Da spielte es überhaupt keine Rolle, was geschah. Sie vertraute, dass Gott dabei war und half, so half, dass sie leben konnte mit dem, was geschah. Und das schenkte ihr eine große Gelassenheit. 

Über Vertrauen kann man viel reden. Katharinas Vertrauen kann man begeistert bewundern. Aber wie steht es mit einem selbst – wenn der Ernstfall eintritt, der Ernstfall, wo man nur noch vertrauen kann, weil nichts anderes möglich ist? 

„Behalten Sie Mut und Vertrauen, und Gott wird helfen.“ (Brief 88) 

So einfach ist dieses Wort, und doch so schwer. Man will ja gerne vertrauen; aber da kommen einem so viele Argumente in den Sinn, was passieren könnte, und das ist ja mehr als realistisch. Und doch – Katharina hat selbst erlebt, erfahren und bewiesen, dass es wahr ist. Aber sicher hat sie auch ein wenig jene eben beschriebene Erfahrung gemacht. Denn: 

„Wir müssen beständig großes Gottvertrauen haben und dasselbe uns von Gott erbitten.“ ( Brief 116) 

Ja, um das Vertrauen müssen wir auch je neu bitten – gerade im Ernstfall. Sicher wird er es uns schenken, wenn wir aufrichtigen Herzens beten. Und dann werden wir es erfahren – so Gott will -: 

„Der liebe Gott hilft ja immer weiter, wenn wir nur auf ihn vertrauen.“ (Brief 149)
STH

 

 

Samstag, 12. Januar 2019

ROSENKRANZ zur Heiligen Katharina Kasper


1. Jesus, der Katharina Kasper in seine
Nachfolge gerufen hat

Katharina sagt: Das Leben aus dem Glauben macht
uns schon in dieser Welt glücklich, besonders wenn
wir den Armen dienen. (Brief 50) 
2. Jesus, auf den Katharina Kasper vertraut hat

Wir wollen auf Gott vertrauen! Wirken undarbeiten wir wie bisher und beten wir mit- undfüreinander, so wird der liebe Gott immer bei unssein und hilft uns jederzeit. (Brief 272)
3. Jesus, aus dessen Liebe Katharina Kaspergelebt hat





Wenn wir lieben Gott eifrig dienen und inniglieben, so ist und bleibt Er immer bei uns. (Brief 270)
4. Jesus, den Katharina Kasper mit ihremLeben bezeugt hat



Meine einzige Freude in dieser Welt bestehtdarin, dass der liebe Gott geliebt und ihmgedient wird. (Brief 69)
5. Jesus, der Katharina Kasper in die Gemeinschaft der Heiligen aufgenommen hat.




Wir müssen das neue himmlische Lebenanziehen, wovon wir in diesem Leben schoneinen kleinen Vorgeschmack des Himmelsgenießen werden, Friede und Freude im HeiligenGeiste. (Brief 101)
 
 
 

 
 














Samstag, 5. Januar 2019

Welchem Stern folgen???


Die drei Weisen aus dem Morgenland sahen einen außergewöhnlichen Stern und folgten ihm. Er führte sie zu dem göttlichen Kind. 

Welchem Stern folgen Sie durch dieses Neue Jahr 2019?
Welcher Stern wird Sie zum göttlichen Kind führen? 

Ich werde dem Stern Katharina Kasper folgen.

Ihre Haltung und ihr Verhalten leuchten beispielhaft auch in der Dunkelheit unserer Zeit. Ihre Worte weisen leuchtend den Weg zu Gott. Wenn ich mich an sie halte und versuche, in ihren Spuren zu laufen – ja, ich bin davon überzeugt, dass es auch gelingt, wenn ich es nur ernsthaft versuche -, dann werde ich mein Ziel erreichen: Jesus Christus. Er ist ja vor mir, er geht mit mir, und er wartet auf mich. Aber ich brauche eine Hilfe, dass ich all das je neu erkenne. Und diese Hilfe ist mir auch in diesem neuen Jahr die heilige Katharina. 

„Nur mutig,
mit großem Gottvertrauen,
in aller Demut,
ruhig
der Zukunft entgegengehen.“ 

Das schreibt Katharina 1872. Aber es gilt auch heute. Denn: „Was das neubegonnene Jahr … uns bringen wird, ist dem lieben Gott allein bekannt. Jedoch wissen wir, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten gereichen (vgl. Röm 8,28) werden.“ (Brief 23) 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Neues Jahr 2019!
Ich freue mich, wenn Sie "KATHARINA  ADLERGLEICH" treu bleiben.
STH

 

 

Samstag, 29. Dezember 2018

Vorbild Heilige Familie???


Der Sonntag nach Weihnachten ist in der katholischen Tradition das Fest der Heiligen Familie. Im Tagesgebet der Heiligen Messe heißt es: „Herr, unser Gott, in der Heiligen Familie hast du uns ein leuchtendes Vorbild geschenkt.“  

Wahrscheinlich runzeln Sie auch ein wenig die Stirn. Wie kann denn die Heilige Familie – also Maria, Josef und das Kind Jesus – uns Vorbild sein? Der Lesungstext gibt schon einen Hinweis. Nach der gemeinsamen Wallfahrt nach Jerusalem bleibt Jesus einfach zurück, als sich seine Eltern auf den Heimweg machen. Der Tempel zog ihn an. Er ließ sich von Gott rufen. 

Aber er war erst 12 Jahre alt, und seine Eltern machten sich logischerweise Sorgen. Als sie ihn dann wiederfanden, schimpften sie nicht mit ihm, wie man es erwarten könnte. Sie fragten allerdings, warum er ihnen das angetan hatte. Seine Antwort war eine Frage: „Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?“ Natürlich verstanden Maria und Josef das nicht. Aber sie ließen es so stehen und vergaßen es nicht.

Und Jesus kehrte mit ihnen nach Nazareth zurück und war ihnen gehorsam. 

Religiöse Erziehung, gewaltfreie Pädagogik, folgsame Kinder – so könnte man die Heilige Familie umschreiben. Die Heilige Familie als leuchtendes Vorbild?  

Auch Katharina Kasper spricht davon, dass die Heilige Familie das Vorbild der Schwestern sein soll. Und sie wird auch recht konkret dabei: „Sie müssen aber recht dankbar sein, aber auch ein heiligmäßiges Leben führen, innerlich und äußerlich, damit Sie in der Tat auch das Glück genießen der Armut und Einfachheit, Demut, Gehorsam sowie die übrigen Tugenden nachahmen, welche die heilige Familie gelehrt durch Wort und Tat.“ (Brief 134) Vor allem die Armut ist für Katharina wichtig, gerade für das Ordensleben ihrer Schwestern: „Die heilige Familie bewohnte noch ein kleineres Häuschen; also haben die kleinen Wohnungen die meiste Ähnlichkeit mit der Heiligen Familie.“ (Brief 135) 

„Die heilige Familie müssen wir ja ganz besonders verehren und nachahmen.“ (Brief 239) Vielleicht kommen wir dieser Aufforderung etwas näher, wenn wir uns die Heilige Familie mal näher anschauen. Diese Weihnachtszeit ist eine gute Gelegenheit dazu.
STH