Nur noch
wenige Tage trennen uns von dem großen Ereignis der Heiligsprechung unserer
Katharina Kasper. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Dienstag
und Donnerstag waren nach dem Evensong vergangene Woche die beiden nächsten
Stationsgottesdienste. Anhand der Reliefs auf Katharinas Sarkophag gingen wir
auf ihren Spuren einige Orte in Dernbach ab.
Beginn war
immer in der Klosterkirche. Dienstag ging es zum Laurentiusplatz, wo zur Zeit
Katharinas die Laurentiuskapelle stand, in der sie auch getauft wurde. Vor dort
führte der Weg in die Laurentiuskirche, deren Bau Katharina unterstützt hat,
aber nicht mehr erlebt hat. Heute aber ist sie Kirchenpatronin.
Am Donnerstag
führte der Weg zum Aloysia-Löwenfels-Haus, das zur Zeit Katharinas ein
Kinderheim war, über das Agneshaus, an dessen Stelle früher der Kindergarten
stand, hin zum Josefshaus, das schon zur Zeit Katharinas ein Altenheim war.
Hier war dann auch der Abschluss.
Am
Sonntagabend wird in der Marienkapelle am Steimel bei Wirges der neue Katharina-Kasper-Rosenkranz
gebetet; und am kommenden Mittwoch wird zum Pilgersegen eingeladen für alle,
die sich am Mittwoch und Donnerstag und die Tage darauf auf den Weg nach Rom
machen.
Und – kurz vor
Zwölf! – kommen noch jede Menge Medien auf die Idee, unbedingt etwas von
Katharina bringen zu müssen. Es ist unglaublich!
Übrigens, das
ZDF überträgt am 14. Oktober drei Stunden lang die Heiligsprechung von Rom.
Einfach toll!
Wir sind
sprachlos, fasziniert und selbst begeistert davon, welche Begeisterung
Katharina in den vergangenen Monaten losgetreten hat. Und – das muss man sich
mal bewusst machen! – das hat sie getan, eine ganz einfache Frau aus einem
bitterarmen kleinen Nest im Westerwald.
„Tun wir, was wir können; mehr
verlangt Gott nicht von uns“,
das hat Katharina mal gesagt; und genau das hat sie getan und ist ganz groß
geworden – ein Vorbild für viele.
(STH)