Was haben Sie für eine
Beziehung zur Gottesmutter?
Ich bin ganz ehrlich: Über
viele Jahre hinweg hatte ich keine Beziehung zu ihr, mit vielen Gebeten und
Liedern konnte ich nichts anfangen; und noch heute bin ich sehr abhängig von
Bildern oder Statuen, die die Gottesmutter darstellen.
Eine Erfahrung ganz eigener Art
war für mich die Lektüre „Mit Maria auf dem Weg“ von Peter Dyckhoff. Seitdem
sehe ich die Gottesmutter mit anderen Augen, seitdem fällt es mir auch nicht
mehr schwer, zu ihr zu beten. Dieses Buch kann ich Ihnen nur empfehlen.
Frühere Generationen hatten
damit keine Probleme. Auch Katharina Kasper nicht. Für sie war die Mutter Jesu
ebenso eine Realität wie Gott selbst. Der Gang zum Heilborn, der kleinen Kapelle
vor Dernbach, war für sie eine tägliche Erfahrung und dies schon seit
Kindertagen. Maria war für sie Vorbild und Leitbild. Den Namen ihrer
Gemeinschaft leitete sie von Mariens Haltung und Worten ab: „Siehe, ich bin die
Magd des Herrn.“ Und sie vertraute ganz fest auf Mariens Schutz und Hilfe.

Wir befinden uns im
Mai-Monat, der traditionell der Marienmonat ist. Mit Katharinas Hilfe will ich
die Muttergottes wieder mehr in den Blick nehmen. Denn – Katharinas Erfahrung
konnte ich auch schon machen, seit ich eine Beziehung zu ihr aufbauen konnte: „Unsere liebe Mutter Maria hilft ja so gern
ihren Kindern in der Zeit der Not.“ (Brief 169)
Diese Erfahrung wünsche ich
Ihnen auch – und nicht nur im Monat Mai.
(STH)